Deine Geburt
Door admin op May 9th, 2012
Morgens om 4.30 Uhr wecke ich deinen Papa auf. Ich bin bereits seit einer halben bis dreiviertelstunde wach und die Schmerzen im Bauch sind auch mit dem Wärmekissen nicht weggegangen. Als Papa wach ist, gehen wir leise, um Jair nicht auf zu wecken hinunter ins Wohnzimmer. Dort sitzen wir und unterhalten uns, während ich den Zeitpunkt der Schmerzen angebe und wir die Länge der Wehen und die Länge der Zwischenräume messen. Nachdem wir festgestellt haben, dass die Wehen ungefähr 7-8 Minuten dauern und in Abständen von ungefähr 10 Minuten kommen, fangen wir an, unsere Fahrt ins Krankenhaus zu regeln.
Erst rufen wir das Krankenhaus an und sie sagen, dass wir ruhig schonmal zu ihnen kommen können. Dann rufen wir Michaels Eltern an und organisieren, dass einer von Ihnen zu uns kommt und Jair (der noch friedlich schläft) nach dem Aufwachen erzählt wo wir sind, ihm Frühstück macht, ihn anzieht, Zähne putzt und ihn zur Kindertagesstätte bringt.
So um 5.30 Uhr kommt Michaels Vater an und nach einer kurzen Erklärung wo alles steht und was Jairs morgendliche Gewohnheiten sind, fahren wir um 5.45 Uhr ins Krankenhaus. Dort angekommen, bekomme ich nach einigem hin und her überlegen doch schon mal das Antibiotikum, das ich zwei mal über eine Infusion während der Geburt bekommen muss. Obwohl die Wehen durch das ctg noch nicht gemessen werden. Wir leben mit der Devise: “Sicher ist sicher”. Und für den Fall, dass es doch schneller geht als die Krankenschwestern erwarten, habe ich das dann schon mal gehabt. Die eine Krankenschwester meinte auch noch so: “Du siehst noch nicht aus, als ob die Geburt bereits angefangen hat”. Aber wie man bald sehen wird, kann so was schneller gehen als erwartet.
Nachdem ich noch ganz gut mein Frühstück geniessen konnte, geht es 9.40 Uhr mit dem Platzen der Fruchtblase dann doch richtig los. Ab dem Zeitpunkt werden die Wehen immer heftiger, stärker und schmerzhafter. Ab 11.15 Uhr kann ich Sie kaum noch aushalten und habe das Gefühl, dass die Presswehen angefangen haben. Ab 11.50 Uhr ist es dann wirklich so weit, dass ich mitpressen darf und bereits eine Viertelstunde später ist unser kleiner Junge geboren, also genau um 12.05 Uhr.
Um 13 Uhr darfst du dann deine erste Mahlzeit aus Mama’s Brust haben. So gegen 15 Uhr dürfen wir dann auf unser Zimmer. Leider müssen wir für dich noch eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.
Am Nachmittag um 16.30 Uhr kommt dein grosser Bruder dich dann bewundern. Er ist sofort total verliebt in dich. Er sagt die ganze Zeit: “Oh Baby, bist du ein süsses, liebes, kleines Baby” und möchte dich am liebsten die ganze Zeit umarmen und küssen. Natürlich darf er dich dann auch festhalten und wir machen einige schöne Bilder.
Nach dem Abendessen bei Opa und Oma kommen dein Bruder, zusammen mit Oma und Samuel nochmal zum Krankenhaus. Nachdem dein grosser Bruder dich erstmal wieder bewundert hat und dir dein Geschenk gegeben hat und sein eigenes in Empfang genommen hat, dürfen dein Onkel Samuel und deine Oma dich auch bewundern.
Was für ein erfüllter und aufregender Tag!
Posted in 1. Jahr, 5-2012, Lior | No Comments »