2. Lebensjaar

Evaluation Jair auf Kleinkindgruppe

Door admin op January 17th, 2011

Mama: Heute haben wir die Evaluation von dir auf der neuen Gruppe um mit der Leitung zu besprechen wie es nun geht. Durch die Verkehrssituation bin ich leider erst so spät auf der Kindertagesstätte, dass Michael und die Leitung das Gespräch schon halb durchlaufen haben.

Als ich hereinkommen, fange ich auf jeden Fall gute Vibes auf. Das Gespräch befindet sich auf einem angenehmen Niveau und die Parteien sind deutlich im Einklang. In der Folge erzählt die Leiterin, dass sie sehr zufrieden sind mit Jairs Position in der Gruppe. Er hat sich gut angepasst und fühlt sich dort unheimlich gut. Sie sehen in den letzten Wochen bei Jair eine unheimlich schnelle Entwicklungen auf beinahe allen Gebieten. Er spricht immer mehr. Die zwei und drei Wort-Sätze sind echten Sätzen gewichen und er kann ganze Geschichten erzählen. Motorisch kann er auch gut mit den anderen Kindern mitkommen. Sozial ist er auch durch und durch gut entwickelt. Alles in allem ist es ein sehr angenehmes Gespräch und verlassen wir die Kindertagesstätte sehr zufrieden um selbst etwas zu essen und Jair dann bei seinen Grosseltern ab zu holen.

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Dein Uropa hat uns verlassen

Door admin op January 4th, 2011

Mama: An diesem Tag hat uns dein Uropa verlassen. Du hast das selber denke ich nicht mitbekommen. Auf dein Erwähnen von deinem Uropa sagt Papa dass Uropa auf eine grosse Reise gefahren ist von der er nicht mehr zurückkehrt. Du spürst unsere Emotionen aber sehr wohl habe ich das Gefühl. Wahrscheinlich färbt es auch etwas auf dich ab. Dieser Eintrag in dein Tagebuch ist leider kein fröhlicher aber er ist sehr wichtig. Ich hoffe du wirst ihn eines Tages lesen und dir selber darüber ein Bild machen können was für ein grossartiger Mann dein Uropa war, was er in seinem Leben alles zuwege gebracht hat und was er uns allen bedeutet hat.

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Ein angenehmes Gespräch mit deiner Leiterin

Door admin op December 28th, 2010

Mama: Kurz vor den Weihnachtsferien, rufe ich bei deiner Kindertagesstätte an und habe ein tolles Gespräch mit einer deiner Leiter. Sie sagt, dass es so fantastisch geht auf deiner Gruppe. Du hättest dich total an den Rhythmus der Gruppe angepasst. Du wärst so ein soziales Kind, könntest allerliebst mit den anderen Kindern spielen. Du würdest gut schlafen, supergut Obst essen und wenn man euch sagen würde, dass ihr aufräumen müsst, wärst du immer als erster dabei. Sie sagte mit eigenen Worten du wärst das Modellkind der Gruppe.

Jair denkt: Was den Rhythmus auf der Gruppe angeht und die anderen Kinder, fühle ich mich hier sehr wohl. An die anderen Kinder muss ich mich sicher noch etwas gewöhnen, da sie mir zum Grossteil noch sehr fremd sind. Auch an die Leiter muss ich mich wirklich noch besser gewöhnen. Daher resultiert das Weggehen das bis jetzt so gut ging (ohne Tränen und Theater) nun wieder in heisse Heulausbrüche. Ich muss mich auch etwas daran gewöhnen, dass nun viele Kinder grösser und stärker als ich sind und mir nun erzählen was ich tun und lassen muss, anstatt andersrum. Aber sonst fühle ich mich hier sehr wohl und es geht mir ausgezeichnet.

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Ich weiss genau was ich will

Door admin op December 18th, 2010

Jair denkt: Gestern durfte ich Mama helfen beim Kochen. Ich habe ihr Dinge angegeben und durfte die Schalen wegwerfen. Dinge wegwerfen tue ich gerne. Ich habe mich genau erinnert wie das geht und als Mama mich heute den Deckel des Glases Erdnussbutter hat wegwerfen lassen, wollte ich das Glas auch wegwerfen.

Auch bei Oma und Opa, wo wir heute nachmittag waren, wusste ich genau was ich wollte. Als mein Schneeanzug ausgezogen ist, klettere ich als erstes die Treppe hoch und sage Puppe und Buch. Als erstes laufe ich in Oma’s Zimmer und hole die Puppe, dann in mein Zimmer dort um das Buch zu holen.

Vorlesen lassen will ich mir auch nicht von Opa. Die Rosinen, die er für mich hat will ich hingegen schon haben.

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Schneespiele

Door admin op December 17th, 2010

Jair denkt: Schon kurz nach dem Aufwachen, hat es angefangen zu schneien. Die Autofahrt zur Bäckerei um dort Challah zu kaufen, dauert länger als sonst. Danach gehen wir noch einkaufen im Supermarkt. Zu Hause angekommen, packst du, Mama, wie versprochen nur die Einkäufe aus und dann gehen wir raus zum Schlittenfahren. Ausserdem bauen wir zusammen auch einen Schneemann.

Mittags nach meinem Mittagsschlaf, telefonierst du, Mama, mit Papa. Du erzählst mir, dass er nicht nach Hause kommen kann, da die Züge nicht fahren. Wir gehen nochmals raus in den Schnee, der inzwischen doppelt so hoch liegt, wie mittags. Nun schneit es aber nicht mehr. Draussen sind ein paar andere Kinder, die meinen Schlitten ziehen, Schneeballschlachten machen und einen anderen Schneemann bauen. Den von uns hat leider jemand kaputt gemacht. Glücklicherweise haben wir noch unsere Fotos.

Es ist dann auch eine Ausnahme, dass du, Mama, Mozi und Kiddusch machst. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, erst gibt es Suppe.

Mama: Die Zutaten der Suppe sind sehr gesund. Einzeln hättest du sie nie gegessen, Sellerie und Lauch. Aber ich bin auch überrascht, dass mir die Suppe schmeckt, denn ich mag Lauch auch nicht so.

Jair denkt: Auch den Fisch den es danach gibt und besonders die Erbsen mag ich sehr. Vom Reis esse ich einen kleinen Happen aber insgesamt habe ich gut gegessen.

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In die Kleinkindgruppe

Door admin op December 14th, 2010

Mama: Ab nächste Woche gehst du in die Kleinkindgruppe. Wir haben das Gefühl, dass du in deiner jetzigen Gruppe nicht genug Herausforderungen hast. Trotzdem sind wir uns nicht sicher wie es dir in der Kleindkindgruppe mit lauter älteren Kindern ergehen wird. Dann wird alles möglich von dir erwartet: dass du Obst auf dem Stuhl sitzend isst und aus einem offenen Becher trinkst, dich gut selber beschäftigen kannst und lieb dein Spielzeug aufräumst. Ausserdem finde ich selber es natürlich insgeheim gar nicht toll, dass du nun kein Baby mehr bist, sondern wirklich ein grosser Junge wirst.

Jair denkt: Ich weiss nicht worüber ihr euch so viele Gedanken macht. Ich sehe das ganze eher gelassen. Ich war ja früher auch schon einmal am Tag oder so bei den grossen Kindern, meistens mit meinen Freunden Sammy, Maya, Shai und so. Von daher sehe ich da keine Probleme.

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Kacki oder Helikopter

Door admin op December 10th, 2010

Papa beim Abendessen während Jair Pressgeräusche gemacht hat: Jair hast du Kacki gemacht.

Jair: Helikopter pakken (Er öffnet die Schublade wo alle Autos drin sind).

Während Mama es schon riechen kann und Papa zu ihm geht um den Helikopter herauszunehmen: Jair hast du Kacki gemacht?

Jair: Helikopter.

Papa: Dein Helikopter ist nicht in der Schublade. Er liegt da (weist dorthin).

Mama und Papa können nicht mehr an sich halten und brechen in lautes Lachen aus.

Mama zu Papa: Versuche es noch einmal wenn Jair seinen Helikopter in der Hand hat.

Jair hat seinen Helikopter in der Hand und Papa fragt: Hast du Kacki gemacht.

Jair: Helikopter.

Mama: Ob er will oder nicht, mit Helikopter oder ohne aber jetzt muss er wirklich saubergemacht werden.

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Nikolausfeier mit Familie

Door admin op December 5th, 2010

Jair denkt: Heute verhalten Mama und Papa sich irgendwie komisch, anders als sonst. Morgens war ich relativ früh wach. Mama ist zum Sport gegangen und ich habe mit Papa zu Hause gespielt, denn draussen war viel Matsch, teils Eis und teils Wasser.

Als Mama zurück ist, gehen wir zusammen Mittagessen und ich bin dann auch wieder schnell müde. Also gehe ich meinen Mittagsschlaf machen. Mama muss nochmal weg und das tut sie während Papa mich ins Bett legt.

Nach einer Stunde bin ich allerdings schon wieder wach. Du, Papa, telefonierst mit Mama um zu fragen wo sie ist und wann sie wieder zurück ist, da er schnell wegfahren will. Kurz drauf bist du, Mama, wieder da und packt ihr alles ein. Dann laufen wir zum Auto und ihr sagt, dass wir zu Großmam und Großpapa, Oma, Opa, Samuel, Daniel, Bianca und so weiter fahren. Das ist schon sehr merkwürdig, all diese Leute zusammen die doch nicht im selben Haus wohnen und so. Als wir dort ankommen, bin ich dann auch etwas schüchtern. Dazu kommt noch, dass ich als erstes Jaime’s Freund Ger über den Weg laufe was dazu führt, dass ich beinahe wieder rückwärts rausgehe.

Drinnen sind alle schon anwesend und es ist sehr unruhig. Beide Tanten von dir, Papa, sind da mit Kindern und eine auch mit Freund, dann noch Oma, Opa, meine Onkel Samuel und Daniel, Bianca, die Freundin von meinem Großcousin Bart und natürlich Großoma und Großpapa. Ich bin von Anfang an ganz verrückt nach meiner Cousine Amanda.

Dann fangen wir an die Geschenke auszupacken. Einer nimmt ein Geschenk und gibt es demjenigen dessen Namen drauf steht. Nachdem derjenige es ausgepackt hat, nimmt der das nächste Geschenk und gibt es demjenigen dessen Namen drauf steht. Ich spiele ganz lieb mit meinem mitgebrachtem Spielzeug. Nur zwischendurch will ich ab und zu an die noch nicht ausgepackten Geschenke gehen.

Dann ereignet sich etwas merkwürdiges. Bianca bekommt ganz viele Geschenke und in allen sind ganz komische Buchstaben drin. Beinahe keines gleicht dem anderen und auf manchen sind irgendwelche Sachen drauf. Manchmal liest jemand der ein Geschenk bekommen hat allen anderen etwas vor und manchmal löst das ein Lachen bei allen anderen aus. Irgendwie wird die Situation gespannter. Ganz am Schluss sind nur noch einige Päckchen da und Groβtante Jaime lässt sie mich austeilen indem sie den Namen nennt desjenigen der das Geschenk bekommen muss. Ich lasse mich sogar von Ger auf den Schoss nehmen ohne in lautes Heulen auszubrechen.

Die Gesellschaft zerstreut sich schon beinahe wieder, da passiert wieder etwas merkwürdiges. Ich war gerade dabei mit Mama zu spielen, als Bianca ihre Buchstaben in eine Reihenfolge legt. Alle kommen wieder zurück und schauen ganz gespannt zu was passiert. Dann sinkt Onkel Daniel auf ein Knie und sagt etwas. Bianca sagt darauf Ja. Dann klatschen alle in die Hände. Sowas komisches habe ich sonst noch nie gesehen.

Danach schaue ich mit Groβcousine Amanda, mit der ich mich sehr gut verstehe, mein neues Buch an. Sie lehrt mich auch neue Wörter wie zum Beispiel “Falingo” (Was Flamingo bedeuten soll). Kurz danach gibt es essen. Oma hat leckere Makkaroni gemacht, die ich so mag. Ausserdem bin ich für ein Foto bei Groβopa auf dem Schoβ gewesen. Kurz nach dem Abendessen fahren wir wieder nach Hause.

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Kurzer Besuch in Essen

Door admin op November 21st, 2010

Jair denkt: An diesem Morgen fahren wir ganz früh los. Direkt nach dem Aufstehen, ich habe nachts in eurem Bett geschlafen, ziehen wir uns an und ihr bereitet alles zum Mitnehmen vor. Dann gehen wir zum Auto. In unserer Eingangshalle nimmst du, Mama, noch meinen Schuh und die hinterlegten Geschenke mit. Diese packe ich teilweise im Auto aus. Ich habe einen Ball und Seifenblasen bekommen.

Dann fahren wir eine längere Zeit im Auto. Glücklicherweise unterhalte ich mich gut. Erst bekomme ich Frühstück im Auto und später singst du mit mir, spielst mit mir und liest mir was vor. Zo geht die Fahrt schnell vorbei. In Essen angekommen trinken wir erstmal etwas. Dann beschliessen wir noch auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, nachdem auch Sandra und Timmi angekommen sind. Leider fahren wir durch einen Missverstand auf zwei verschiedene Märkte. Im Auto schlafe ich ein und werde sogar schlafend reingebracht. Beim ausziehen und aufstellen des Betts wache ich aber auf und bin gar nicht bereit wieder ein zu schlafen. Dadurch brechen wir bereits eine halbe Stunde später wieder auf um zurück zu fahren. Auch im Auto will ich nicht mehr schlafen.

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Schuh rausstellen für Nikolaustag, etwas verfrüht

Door admin op November 20th, 2010

Mama: Die Bewohnerskommission in unserem Haus hat sich für dieses Jahr etwas besonderes ausgedacht. Die Idee ist etwas zu organisieren für die Kinder in unserem Haus. Eine Zeremonie wobei die Kinder die Schuhe in unserer Eingangshalle rausstellen und am nächsten Morgen mit Inhalt wieder abholen können.

Jair denkt: Abends nach dem Abendessen gehe ich mit Mama und Papa nach unten in unsere Eingangshalle. Dort sitzen schon einige Kinder auf einem Teppich vor dem unechten Kamin, der dort aufgebaut wurde mit einer Lichterkette, die mich absolut fasziniert. Ich bin etwas wild und will nicht stillsitzen. Lieber turne ich auf Mama und Papa rum. Als dann die Musik angeht und wir zusammen ein Lied singen, werde ich doch etwas ruhiger. Ausserdem hast du, Mama, klugerweise noch Kekse mitgenommen um mich extra still zu halten. Das ist dann während dem Vorlesen der Geschichte sehr angebracht. Als letztes lassen wir Kinder unseren Schuh dort, damit Nikolaus nachts was leckeres reinfüllen kann. Erst am nächsten Morgen soll sich rausstellen ob etwas drin ist.

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