Ferien im eigenen Haus; bis 24. Juli
Door admin op July 20th, 2009
Jair denkt: Am Sonntag morgen hatte Papa mich auf dem Rücken in den Laufstall gelegt. Neben mir lagen alle möglichen Spielzeuge. Ich habe mich auf die Seite gedreht und ein Spielzeug gegriffen, das ich zweifelsfrei vorher bereits ausgesucht hatte.
Mama: Am Montag morgen haben wir uns nach der ersten Stillrunde fertig gemacht und sind nach Friesland, genauer gesagt nach Workum gefahren. Es war eine Autofahrt von einer bis anderthalb Stunden. Vor allem das Stück über den “Afsluitdijk” war ein schönes Stück um zu fahren.
Jair denkt: Im Prinzip fand ich das Mädchen Nynke ganz interessant. Sie ist zwar einen Monat jünger als ich, ist mir aber in Hinsicht auf manche Dinge etwas voraus. Sie hat schon zwei Zähnchen und wiegt auch beinahe so viel wie ich. Sie war nicht ganz so fröhlich, da sie am Morgen noch Impfungen bekommen hatte.
Mama: Am Dienstag, haben wir dich zur Kindertagesstätte gebracht. Mama und Papa haben den Ikea und den Baumarkt “Praxis” unsicher gemacht, um das Haus sicherer für dich zu machen. Die meisten Steckdosen sind nun kindersicher. Die Bücherregale, die wir wollten waren leider nicht auf Vorrat und was die Treppen/ Türschutgitter angeht, haben wir festgestellt, das unsere Türrahmen nicht gerade die Standardmassen haben. Dafür müssen sich Mama und Papa noch was einfallen lassen.
Jair denkt: Am nächsten Tag waren wir zum wiegen. Das fand ich diesmal gar nicht mehr schlimm. Es gingt auch alles ganz schön schnell. Mein Gewicht beträgt nun 5600 Gramm, habe wieder 275 Gramm dazu bekommen, die Länge ist 62,4 und auch der Kopfumfang hat zugenommen, auf 41,7 cm. Wir waren diesmal ganz schnell drinnen und wieder draussen. Es war auch ein eigenartiger Morgen. Mama und Papa haben nämlich den Sohn unserer Freundin Davinia mitgenommen. Er hat bei uns gespielt und mittag gegessen. Das war schon was besonderes. Ausserdem war ich nachher noch mit bei Freundin Davinia und habe dort zum ersten Mal in einem Hüftknoten im Tragetuch gesessen. Abends habe ich zum ersten Mal Broccoli gegessen.
Mama: Am Donnerstag haben wir dich wieder zusammen zur Kindertagesstätte gebracht. Danach sind wir direkt Einkaufen gefahren. Wir hatten vor am Freitag abend für Oma, Opa und Onkel Samuel zu kochen. Am Samstag wollten wir dann verschiedene Freunde zum Mittagessen einladen. Am Nachmittag ist Mama noch zum Einkaufszentrum gefahren um ein paar Dinge zu erledigen. Und Mama und Papa haben zusammen den Rest eines Films gesehen.
Am Freitag morgen bringt Papa dich zur Kindertagesstätte. Du bleibst dort einen halben Tag extra. So haben wir Zeit um zu Hause sauber zu machen und alles mögliche für abends und den nächsten Mittag vor zu bereiten. Wir haben einen gemütlichen abend mit deiner Oma, deinem Opa und Onkel Samuel aber irgendwie geht es dir nicht so toll, du bist nicht wirklich gut drauf. Darum waren wir sehr dankbar dass Oma und Opa mit dem Aufräumen geholfen haben.
Jair denkt: Ich bin wirklich nicht in so guter Stimmung. Erst am nächsten Tag habt ihr verstanden was mit mir los war. Auch an diesem Tag war ich nicht so gut drauf. Papa hat es eigentlich als erster erkannt. Er meinte, dass ich mich weiter entwickle. Das ist auch so. Ich beginne langsam Verbände zwischen Menschen untereinander, Menschen und Dingen und verschiedenen Dingen zu erkennen. So lerne ich zum Beispiel, dass die Musik aus meinem Musikmobile kommt. Auch kann ich Entfernungen besser einschätzen lernen. So kann ich mich motorisch weiter entwickeln, aber im psychischen Bereich ist das eine erschreckende Erfahrung, denn ich lerne, dass Mama wegläuft. Dies habe ich vorher gesehen aber nicht so verstanden wie jetzt.
Aber ich bereite Mama und Papa auch viel Freude. So hast du dich total gefreut als ich Samstag morgen in meinem Stühlchen sass und mit meinem Schnullie spielte. Als du meintest ich müsste ihn nun in meinen Mund stecken, habe ich ihn prompt in Richtung Mund bewogen und dort probiert hinein zu stecken. Das ich statt dem weichen Gummivorderteil das man in den Mund steckt das harte Plastik Hinterteil probierte als erstes rein zu drücken brauchen wir nicht zu erwähnen.
Ausserdam habe ich euch beide total stolz gemacht als ich später am Tag plötzlich selbst aufrecht in meinem Stuhl sass. Ihr habt schnell gut aufgepasst, dass ich nicht vor lauter Übermut kopfüber aus dem Stuhl kullere. Später hast du, Mama, mich dann auch auf der Couch sitzen lassen. Nachdem ich begriffen hatte, dass ich meine Hände rechts und links von meinen Beinen halten und mich damit abstützen muss, ging das ausgezeichnet. Du, Papa, hast dann mit mir die ersten Kriechversuche geübt. Ich habe hauptsächlich mit den Beinen in der Luft gerudert, aber bin noch nicht vorwärts gekommen.
Posted in Jair, Juli 2009 | No Comments »