Mama: Am Sonntag fahren wir los, erstmal bis nach Essen. Dort besuchen wir meinen Onkel, Tante, Cousin, Cousine und Grosscousin. Am Sonntag selber machen wir einen Spaziergang zu einen nahegelegenen Trödelmarkt. Dort ersteigern wir mir eine Sonnenbrille und dir eine Badehose.
Nachmittags essen wir Kuchen und trinken Kaffee bei David und Ulla in der Wohnung. Danach gehen wir in ihren Garten und setzen uns dort ein wenig hin. Ihre Nachbarn fragen alle möglichen Fragen über dich.
Jair denkt: Am nächsten Tag haben wir den grössten Teil der Fahrt vor uns. Dazu ist es auch noch erstickend heiss. Von daher ist die Fahrt nach Berlin nicht so angenehm. Ich bin froh als wir endlich dort sind. Ich glaube Mama und Papa auch. Nach einem Spaziergang zu einem Supermarkt in der Nähe bekomme ich Abendessen. Während Mama mich stillt, sorgt Papa fürs Abendessen für sich und Mama.
Mama: Am nächsten Tag morgens früh gehen wir Oma besuchen. Leider geht es ihr nicht so gut. Sie zeigt kaum eine Reaktion auf uns und schläft eigentlich nur. Danach fahren wir zum Denkmal der Ermordeten des 2. Weltkrieges beim Brandenburger Tor. Wir schauen uns auch die Dokumentationsstelle an. Dort finde ich meine Urgrosseltern.
Jair denkt: Nach dem Stillen abends bin ich schlafen gegangen. Doch nach einer halben- dreiviertel Stunde bin ich aufgewacht und hatte richtige Schmerzen. Ich habe jämmerlich geheult und nichts konnte mich beruhigen. Mama und Papa haben sich wirklich Sorgen gemacht. Nachdem sie mir ein Zäpfchen gegeben haben, haben sie mich zum Auto gebracht.
Mama: Wir wollten zum nächstgelegenen Krankenhaus fahren. Irgendwas stimmte jedoch mit dem Tomtom nicht und wir fuhren nach Mitte. Im Auto bist du bereits wieder eingeschlafen. Im Krankenhaus in Mitte schicken sie uns zur Charité, da sie dort keine Kindernotaufnahme haben. Bei der Charité schaut eine Ärztin dich an. Sie stellt fest, dass sie harten Stuhlgang fühlen kann der nicht rauskommt. Wahrscheinlich bist du verstopft und hast vielleicht auf Krämpfe deswegen. Sie gibt dit ein Klysma. Am nächsten Morgen schlafen wir uns gut aus, denn nachts war es nach zwei Uhr bis wir dann wieder ins Bett gekommen waren.
Jair denkt: Morgens gehen Mama und Papa mit mir im Park spazieren. Nachdem ich geschissen habe und meine Windel gewechselt wurde, kann ich dann endlich gut schlafen. Wieder zu Hause gibt es ein Obsthäppchen für mich. Danach trinke ich bei Mama.
Mama: Papa will noch ins jüdische Museum gehen und macht sich sofort auf den Weg. Ich esse mittag essen und danach lege ich Jair ins Bett. Er schläft ganz lieb, während ich daneben Fernseh schaue. Als Papa zurück kommt, hat er noch was mitgebracht: ein Berlin T-Shirt für sich und eines für dich. Er war auch noch mal bei dem Baby- Walz wegen deinem Kuscheltier und hat es dort nicht bekommen. Auf dem Weg zu unserem Abendendessen schauen wir noch woanders. Dort haben sie es allerdings auch nicht.
Jair denkt: Am nächsten Morgen gehen wir wieder zu meiner Uroma. Sie ist auf jeden Fall ein wenig wacher und schaut mich, Mama und Papa wenigstens ein bisschen an. Mama setzt mich bei Uroma auf den Schoss und wir machen ein paar Bilder zur Erinnerung. Uroma hat heute wenigstens gut gegessen und getrunken erzáhlt die Schwester. Das Eis das Mama gekauf hat, scheint ihr auch gut zu schmecken. Mama und Papa essen auch Eis. Ich bekommen nu Aprikosenbrei.
Mama: Nachmittags spazieren wir auf dem Kurfürstendamm. Wir kaufen etwas an Kleidung für dich und ein paar Geschenke. Ich gehen zwischendurch auch zum Frisör, das war mal wieder nötig. Abends treffen wir eine gute Studienfreundin von mir. Es ist sehr schön sich wieder zu sehen. Wir sitzen auf einem Platz im Café und unterhalten uns über alte Zeiten und heutige Zeiten.
Jair denkt: Seit neustem finde ich meine Hände und Füsse total interessant. Ich bewege meine Hände vor meinen Augen hin und her und bin davon so gebannt wie von meinem besten Spielzeug. Mit meinen Händen greife ich meine Füsse und probiere sie in meinen Mund zu stecken. Das gelang mir allerdings noch nicht so ganz. Was ich darüber hinaus noch kann ist ein Spielzeug oder etwas zu greifen und um zu drehen. Mein Spielzeug lasse ich inzwischen auch problemlos von der einen zur anderen Hand wandern.